
➝ Die Tour kann als Tagestour unternommen werden. Ich habe allerdings auf dem Gletscher auf etwa 2850 m biwakiert, was einen guten Start am zweiten Tag ermöglicht hat, mit einem grandiosen Sonnenaufgang in der Wand.
- Der Glacier de l’A Neuve ist spaltenreich, hier muss man aufpassen
- Die Wand bekommt Morgensonne und weist daher später in der Saison Nassschneerinnen auf. Auch kommt es dann schon sehr früh am Morgen zu deutlichen Nassschneerutschen. Ich wollte im Juni die Wand fahren und musste aufgrund dieses Problems nahezu die ganze Wand wieder absteigen, einfach weil die Rinnen viel zu tief waren, um fahren zu können. Eine Befahrung ist daher eher früher in der Steilwandsaison sinnvoll.
- Der Gipfelgrat selbst ist einfach
TOURENBESCHREIBUNG
Von La Fouly dem Sommerweg folgen bis P. 2095. Nun nicht über die Brücke, sondern recht gerade hinauf Richtung P. 2812 bis etwa 2600 m. Von dann in einem Bogen nach Norden über den Glacier de l’A Neuve. Auf diesem eher hoch halten, um Spalten zu umgehen. Auf dem Gletscher bis zum Einstieg in die Wand bei ca. 2860 m. Dort auf der westlichen Seite der Wand hinauf bis zum Bergschrund auf etwa 3150 m und diesen an geeigneter Stelle überwinden. Auf 3200 m kommt eine felsige Stelle, die sich östlich oder westlich überwinden lässt (kurz 50°). Dann folgt die weniger geneigte Gipfelwand. Ganz zum Schluss noch wenige Meter leichte Kletterei auf den Gipfel.
Abfahrt über die Aufstiegsroute.
ALTERNATIVEN
- Biwak auf dem Glacier de l’A Neuve: Um ohne Übernachtung in La Fouly auszukommen und einen guten Startpunkt zu haben kann man auf dem Glacier de l’A Neuve biwakieren. So habe ich es gemacht und einen genialen Sonnenaufgang in der Wand erlebt.
- Aufstieg SE-Couloir (SS+): Aus dem Argentière-Gletscherbecken kann auch über das SW-Couloir aufgestiegen (und auch abgefahren) werden. Mit Übernachtung in der Cabane d’Argentière ergibt sich so etwa eine elegante Überschreitung. Siehe z.B. als Beschreibung hier ↗.