Ferdenrothorn (3180 m)

Aussicht vom Gipfel über den Grat des Ferdenrothorns in Richtung des Rhonetals und auf die Walliser 4000er
Sehr schöner und mächtiger Berg im Lötschental mit langem Zustieg und spannendem Gipfelgrat. Lohnende Abfahrtsvarianten über die Südflanke oder nach Leukerbad.
ROUTENDETAILS
ZS, I, 1830 Hm ↑↓, 5:30 h ↑, 8,9 km ↑, Skitourenguru ↗
MATERIAL
Skitourenausrüstung
AUSGANGSPUNKT
Ferden, Dorf (1374 m)
SCHLÜSSELSTELLEN
  • Lawinentechnisch die Hänge vor und nach der Kummenalp und der grosse Hang bei Zem Tritt
  • Der Hang unterhalb der Kummenalp kann manchmal von der Schneesituation etwas heikel sein (Hartschnee, Sträucher, Querung des Hanges)
  • Wird die Tour beim P. 3135 beendet (was häufiger gemacht wird), dann gibt es keine grösseren skitourentechnischen Schlüsselstellen
  • Man kann allerdings auch im Winter ganz bis zum Gipfel gehen. Dann folgen es ab P. 3135 wenige kurze Tragepassagen und es gibt leichte felsige Stellen (I) zu überwinden.
KARTE UND GPX-TRACK

Der GPX-Track kann hier ↗ heruntergeladen werden. (Der Track wurde nicht auf der Tour aufgenommen sondern gemäss der Skiroute per Hand gezeichnet)
LITERATUR UND TOURENBERICHTE
TOPOS
TOURENBESCHREIBUNG

Von Ferden zu Fuss durch das Dorf hoch und dann mit Ski über die Forststrasse oder ab den letzten Häusern zu Fuss dem Wanderweg folgend bis zur Kehre bei P. 1572. Nun hinter ins Tal mit Ski dem Wanderweg folgend bis man auf 1720 m wieder auf die Forststrasse trifft. Diese queren und weiter in das Tal des Färdanbaches. Den Färdanbach bei 1770 m über die kleine Brücke queren und auf dess rechten/nördlichen Talseite in der Talenge weiter nach oben. Bei 1960 m nimmt die Steilheit des Tälchens ab, diesem dann weiter folgen, die Kummenalp rechts liegend lassend. Am Chastelli links/südlich vorbei und den grossen Hang beim Zem Tritt hinauf. Nun lange das Tal hinter, auf ca. 2430 m verzweigen sich die Spuren vom Mauerhorn und Faldumrothorn. Hier rechts halten und weiter sanft ansteigend bis zum Ferdenpass. Dann den langen Rücken des Ferdenrothorns hinauf. Bei P. 3136 endet das Skigelände. Hier beenden auch viele die Tour, allerdings kann weitgehend unproblemtisch bis zum Gipfel aufgestiegen werden. Von P. 3136 mit Ski und stellenweise zu Fuss (Stellen I) zum Gipfel (Achtung Wechten). Wenn die Bedingungen gut sind, können die Ski zum Gipfel mitgenommen werden.

Abfahrt über die Aufstiegsroute. Bei etwa 1970 m bietet sich die Abfahrtsvariante skiers right vom Färdanbach an. Anstatt direkt über die Aufstiegsroute beim Bach abzufahren, kann man erst durch Sträucher in Richtung des Waldes fahren. Man folgt in etwa dem Sommerwanderweg und trifft die Forststrasse bei 1770 m. Über diese dann nach Ferden.

ALTERNATIVEN
  • Abfahrt Leukerbad (WS+, Skitourenguru ↗): Über den Ferdenpass kann nach Leukerbad abgefahren werden. So ergibt sich eine schöne und lange Tour mit vielen verschiedenen Eindrücken.
  • Abfahrt S-Flanke (ZS+): Von P. 3054 kann über die Südflanke abgefahren werde. Eine schöne, etwas steilere Variante.
  • Abfahrt SE-Flanke (ZS+): Kurz oberhalb von P. 3054 kann für eine Abfahrt in die Südostflanke gequert werden. Eine coole und steilere Variante.
  • Abfahrt SE-Couloir (SS-, 45°, II-III): Vom Gipfel zu Fuss erst kurz dem etwas breiteren Grat nach NE folgen, der dann recht schnell ausgesetzt wird und eine kurze Steilstufe (II-III) aufweist. Diese hinab, ein paar Meter weiter dem Grat folgen und man befindet sich oberhalb des Coulouirs. Dieses hinunter (ca. 40°) und leicht nach skiers right queren, wenn es wieder flacher wird. Nun einfach weiter hinab zur Aufstiegsroute.
  • Abfahrt SEE-Couloir (SS+, 50°): Von P. 3136 in die Rinne die nach SEE verläuft. Dieses ist sehr steil (Kurze Stellen 60°) und sehr schmal und kann auch Eisauflage haben. Bisher bin ich es eimal zur Hälfte abgefahren und fast bis zum Ende abgestiegen, aber eine gesamte Abfahrt ist noch nicht geglückt.
  • Unteres S-Couloir (S+, 45°): Beim Felsriegel von Wandflüa findet sich ein geniales S-förmiges Couloir, welches einen Durchschlupf durch den Felsriegel bietet. Dort sind sehr beeindruckende steile Wände und grosse Eiszapfen im Winter. Ein echter Geheimtipp. Siehe auch mein Eintrag bei Gipfelbuch ↗.
  • Direktaufstieg auf den Grat (ZS): Anstatt dem Umweg bis zum Ferdenpass zu nehmen, kann man beim Aufstieg den Grat des Ferdenrothorns bereits zwischen P. 3053 und P. 3135 erreichen. Diese Variante ist aber aufgrund der Steilheit eher mühsam und tatsächlich ist der Weg über den Pass effizienter.
  • Kombination (S): Zusammen mit dem Faldumrothorn ↗ und Ferdenrothorn ↗ ergibt sich die eindrückliche grosse Rothorntour ↗
FOTOS DER TOUR