Mont Dolent Galletgrat

Mont Dolent Galletgrat

Blick vom Silberhorn auf das Silbergrätli und die Jungfrau
Sehr schöne, anspruchsvolle und einsame Tour im Berner Oberland mit vielen abwechslungsreichen Elementen. Die Besteigung des formschönen Silberhorns auf dem Weg ist ein Highlight. Der erste Teil von der Hütte bis zum Grat ist sehr unangenehm, weil das Gestein äusserst brüchig und kaum absicherbar ist. Danach eine grandiose Tour.
ROUTENDETAILS
S, E4, 1740 Hm ↑, 940 Hm ↓, 04:30 h ↑, 8,2 km ↑↓
MATERIAL
30m-Seil, 3-4 kleinere und mittlere Friends (0.2-1), zwei Pickel/Eisgeräte pro Person, 4-5 Schrauben pro Seilschaft
HÜTTE & ZUSTIEG
Von La Fouly zum Bivouac du Dolent ↗ via Normalzustieg (T4-, 3 h, 1080 Hm ↑).

Die Silberhornhütte ist ein kleines futuristisch ausschauendes Biwak in einer grossartigen Umgebung. Das Biwak hat nur 12 Schlafplätze und kann nicht reserviert werden.

  • Südlich der Hütte hat es eine Wasserquelle (angeschrieben). Wir waren im Frühsommer dort und haben Schnee geschmolzen.
  • Das Biwak ist gut mit einfachen Töpfen, Tellern, Tassen und Besteck ausgestattet. Es hat allerdings keine Kochgelegenheit und kein Gas, dies muss selbst mitgebracht werden (es steht dort eine grosse Gasplatte, bei der aber der Gaskanister leer ist).
  • Je nach Anbieter hat es Handyempfang beim Biwak.
SCHLÜSSELSTELLEN
  • Der Glacier du Dolent ist sehr zerissen und kann vernüftigerweise wohl nur noch im Frühjahr und Frühsommer begegangen werden. Die Wegfindung durch die Spalten kann anspruchsvoll sein.
  • Der Zustieg zum Galletgrat kann sich je nach verhältnissen ebenfalls ansprchsvoll gestalten.
  • Der Grat selbst ist steil und kann Blankeis aufweisen (bis xx°).
KARTE UND GPX-TRACK

Der GPX-Track kann hier ↗ heruntergeladen werden. (Der Track wurde auf der Tour aufgenommen und leicht korrigiert)
LITERATUR UND TOURENBERICHTE
Gipfelbuch ↗, SAC Tourenportal ↗, hikr ↗, Holzding ↗, Silbernagel Topoführer Walliser Alpen
TOURENBESCHREIBUNG

Vom Bivouc du Dolent

Nun gibt es drei Alternativen
(a) Den Grat schon vom Gletscher von etwa 3220 m aus gewinnen. Hier steigt man über eine Mixed-Flanke auf den Grat (III) und verfolgt dann den Felsgrat weiter (III), bis dieser auf den eigentlichen Galletgrat trifft. Bei dieser Variante hat man am wenigsten Schwierigkeiten mit dem verspalteten Glacier du Dolent, aber es ergibt sich mehr Kletterei.
(b) Weiter hoch auf der Nordseite des Gletschers und auf 3300 m diesen verlassen, um über die Flanke dort den Grat zu gewinnen (II-III). Kurzer Abstieg zum Eisbalkon und über diesen dann weiter nach oben.
(c) Bei der Wintervariante (siehe GPX-Track, ist ganz früh im Sommer ggf. machbar) steigt man den Glacier du Dolent bis Nahe an sein oberes Ende (aber nicht ganz nach oben) auf. Auf 3400 m steigt man in die Flanke ein. Erst geht es ein paar Meter direkt nach oben, dann quert man nach NE, bevor man die letzten Meter wieder direkt zum Grat hochsteigt. Diesen erreicht man bei etwa 3540 m.

Nun entweder nördlich den Felsgrat umgehen, oder diesen direkt hoch. Danach recht nah an der Gratschneide (Achtung Wechten) zu den Gipfelfelsen und über diese unkompliziert (II) zum Gipfel. Die Madonna steht ein paar Meter unterhalb vom eigentlichen Gipfel.

Vom Bivacco Fiorio dann über den markierten Wanderweg zum Petit Col Ferret und dann weiter nach La Fouly.

ALTERNATIVEN
  • Die Tour kann auch sehr gut im Frühjahr als Skihochtour unternommen werden.
FOTOS DER TOUR