
- Skitourentechnisch ist die Passage bei 2200 m etwas unangenehm steil
- Das Couloir wird öfters begangen und ist aufgrund seiner SW-Ausrichtung durch den kompakten Schnee eher gut zu gehen. Im unteren Teil kann es felsige Passagen geben, die etwas komplexer zu navigieren sind.
- Am Gipfel finden sich noch ein paar Meter Kletterei (II)
- Lawinentechnisch sind die Schlüsselstellen auf 1850 m unterhalb der Hütte, insbesondere in der Querung bei 2200 m (40°), bei P. 2493 und natürlich das Couloir selbst.
TOURENBESCHREIBUNG
Von All’Acqua bis 1740 m dem Sommerweg folgen und dann recht direkt hoch zur Capanna Piansecco. Nach Nordwesten leicht ansteigend queren bis etwa 2050 m. Von dort nach Nordosten ansteigen und bei P. 2224 unterhalb der Felsformation unterhalb von P. 2349 hindurch. Hier befinden sich etwa 150 m komplexeres Gelände mit 40° Steilheit. Danach die offenen Hänge der Alpe Nuova hinauf zum Passo di Rotondo (oder in dessen Nähe) und direkt weiter zum Couloir, was auf 3000 m beginnt. Dort Skidepot. Nun zu Fuss das Couloir hinauf (bis 48°), gegen 3100 m verzweigt es sich. Man wählt den rechten Arm und biegt nach Nordosten ab. Auf 3170 m erreicht man den Grat unterhalb vom Gipfel. Nun kurze Blockkletterei (II) auf den höchsten Punkt.
ALTERNATIVEN
- Es gibt eine steile Abfahrtsvariante durch die Canalino-Rinne/Flanke ↗ westlich des P. 2713 (S, 38-42°) zurück zur Capanna Piansecco
- Theoretisch kann vom Skidepot auch zur Rotondohütte ↗ abgefahren werden, es ergibt sich aber so ein sehr langer Tag.
- Vom Skidepot kann auch nach Oberwald ↗ abgefahren werden, hier ist aber viel Flachstrecke auf der Tour.
➝ Die Bilder stammen von einer Begehung im Rahmen der Tour der soleil und nicht von einer Besteigung von All‘ Acqua aus