Sackhorn (3204 m)

Sackhorn

Gipfelkreuz des Sackhorns mit der Westflanke des Balmhorns im Hintergrund
Eindrücklicher Gipfel mit spannendem und erstaunlich anspruchsvollem Zustieg
ROUTENDETAILS
ZS, II-III, 1880 Hm ↑↓, 5:30 h ↑, 7,1 km ↑
MATERIAL
Skitourenausrüstung, ggf. Steigeisen und Pickel
AUSGANGSPUNKT
Lauchernalp (1969 m) oder Kippel, Altersheim (1379 m) oder Gandegg (2717 m)/Hockenhorngrat (3085 m)
SCHLÜSSELSTELLEN
  • Lawinentechnisch die Hänge zur Einsattelung oberhalb des Stieltihorns und das SE-Couloir
  • Die Schlüsselstelle der Tour ist das steile SE-Couloir zum Grat östlich des Gipfels und der danach folgende felsige Gipfelgrat (II-III). Aufgrund dieser Passage wird die Tour selten unternommen.
KARTE UND GPX-TRACK

Der GPX-Track kann hier ↗ heruntergeladen werden. (Der Track wurde nicht auf der Tour aufgenommen sondern gemäss der Skiroute per Hand gezeichnet)
LITERATUR UND TOURENBERICHTE
TOURENBESCHREIBUNG

Von der Bergstation Lauchernalp hoch zur Lauchernalpstrasse und diese entlang bis zum Kreuz bei Arbegga. Nun in etwa dem Sommerwanderweg folgend weiter hinter ins Tal zu P. 2103 und weiter hinter ins Tal. Auf ca. 2170 m nach NO den steileren Hang hoch und dann weiter nach Norden sich durch um die verschiedenen Felsgruppen herumschlängelnd. Ab 2560 m wird das Gelände einfacher, nun nach NW zur Einsattelung oberhalb des Stieltihorns auf ca. 2750 m. Von dort weiter nach NW hinauf, nördlich von P. 2813. Von ca. 2900 m recht direkt zum schmalen Couloir östlich des Sackhorns. Am unteren Ende des Couloirs können die Ski deponiert werden. Über das Couloir zu Fuss auf den Gipfelgrat (steil, felsdurchsetzt, I-II). Nun dem Gipfelgrat bis zum Gipfel folgen (felsig, einzelnere schwierigere Stellen II-III).

Abstieg über den Gipfelgrat zum oberen Ende des Couloirs und dann das Couloir hinunter. Dann zur Einsattelung oberhalb des Stieltihorns und auf der O-Seite des Stieltihorns und Spalihorns die Hänge hinab. Unterhalb des Spalihorns um dieses herum, den unterhalb des Spalihorns liegenden SW-Hang abfahren und deutlich oberhalb von P. 2024 den Milibach queren. Nach der Querung hoch halten, so dass man bei den obersten Häusern der Lauchernalp hinauskommt. Dann weiter über die Talabfahrt des Skigebietes nach Wiler.

ALTERNATIVEN
  • Zustieg von Gandegg/Hockenhorngrat (ZS, Skitourenguru ↗): Der Zustieg kann verkürzt werden, wenn die Lifte bis Gandegg genutzt werden. Von dort kann zum Hang unterhalb der Steiltihorn-Einsattelung gequert werden. Noch kürzer ist die Variante mit kurzer Abfahrt vom der Bergstation Hockenhorngrat bis ca. 2800 m und dann folgender Querung oberhalb von 2700 m und dann ansteigend bis etwa 2900 m unetrhalb des Couloirs vom Sackhorn.
  • Abfahrt über Aufstiegsroute (WS+): Abfahrt über die Aufstiegsroute zurück zur Lauchernalp oder von der Einsattelung oberhalb des Stielhorns direkt ins Skigebiet.
  • Abfahrt W-Seite Tennbachhorn (ZS-, Skitourenguru ↗): Querung vom unteren Ende des Couloirs nach Osten zu den Hängen oberhalb des Tennbachhorns. Nun auf der Westseite des Tennbachhornes (steilerer Bereich bis ca. 2750 m) zur Strasse östlich der Weritzstafel und dann weiter recht direkt nach Süden nach Fischbiel. Von dort über die Talabfahrt nach Wiler.
  • Abfahrt Blatten (ZS, Skitourenguru ↗): Querung vom unteren Ende des Couloirs nach Osten zu den Hängen oberhalb des Tennbachhorns. Von dort dort nach SE abfahren, auf der Ostseite des Tennbachhorns und weiter Richtung Im Tellin mit einer Steilstelle zwischen 230 m und 2150 m. Von Im Tellin über die Tellialp nach Blatten.
  • Abfahrt SW-Flanke (ZS+): Abfahrt direkt vom Gipfel über die SW-Flanke des Sackhorns. Hierfür ist eine gute Schneeauflage nötig.
  • Abfahrt Spalihornschlucht (S-, SAC-Tourenportal ↗): Eine sehr aufregedende Abfahrtsmöglichkeit ist die Spalihornschlucht. Diese Variante ist später in der Saison besser, wenn genügend Schnee liegt. Hierfür bis oberhalb vom Stieltihorn abfahren und dann der O-Seite des Berges folgen bis etwa 2480 m und dann auf den Grat zwischen Stieltihorn und Spalihorn queren. Auf 2460 m auf die W-Seite des Grates wechseln. Nun wenige Meter durch etwas unübersichtlichem Gelände, immer nah am Grat bleiben. Auf 2440 m beginnt die sehr hohe Schlucht, die am Anfang bei schlechter Schneelage sehr felsdurchsetzt ist. Daher ist der Beginn am heikelsten (ggf. Ski ausziehen). Nach ein paar Höhenmetern wird es dann einfacher, aber Achtung bei Vereisung. Nach unten mündet die Schlucht wieder in die normale Abfahrt vom Stieltihorn.
  • W-Grat Überschreitung (ZS): Skidepot nicht unten am Couloir sondern am oberen Ende von diesem. Nach dem Gipfel und der Rückkehr zum oberen Ende des Aufstiegscouloirs kann der Grat weiter Richtung P. 3158 verfolgt werden. Hierfür am Anfang leicht auf die N-Seite wechseln, um den Grat dann direkt wieder zu gewinnen. Von P. 3158 Abfahrt auf das grosse Schneefeld unterhalb der Tennbachlücke und von dort entweder zu dem Ostehängen des Stieltihorns, an den Westhängen des Tennbachhorns entlang nach Fischbiel (Skitourenguru ↗) über das Tal östlich des Tennbachhorns nach Blatten (Skitourenguru ↗).
  • Rundtour: Zusammen mit Elwertätsch ↗, Birghorn ↗, Rote Tätsch und Petersgrat ↗ kann das Sackhorn zu einer sehr grossen Grattour kombiniert werden.
FOTOS DER TOUR