
→ Die Tour kann direkt von Rosenlaui gestartet werden oder mit Übernachtung in der Brochhütte ↗.
- Für mich war die Schlüsselstelle die Rampe bei der Abfahrt vom Mittelhorn, die ich als sehr steil empfunden habe.
- Der Fussaufstieg zum Wetterhorn ist steil (45°) und kann daher heikel sein.
- Da man den ganzen Tag auf Gletschern unterwegs ist, muss auf Spalten aufgepasst werden.
- Die Wegfindung im unteren Teil bis P. 1684 kann etwas komplexer sein. Auch kann der Schnee im unteren Bereich der Tour sehr hart gefroren sein.
- Das kleine Couloir auf 2100 m kann unangenehm sein
- Achtung auf Nassschneelawinen auf der östlichen Talseite am Nachmittag! Ist man spät dran, empfiehlt sich eine Abfahrt auf der Westseite des Tales um diesen zu entgehen.
- Sehr lange Tour, bei der das Zeitmanagement wichtig ist.
TOURENBESCHREIBUNG
Von Rosenlaui dem Sommerwanderweg folgen, erst durch den Wald und dann über die Brücke bei P. 1486. Nun den Hang hinauf zu P. 1684 und von dort hinter ins Tal Richtung Rosenlouwigletscher. Auf 2100 m durch ein Colouir entweder mit Ski oder zu Fuss (ca. 30 Hm). Anschließend in einigen Spitzkehren hinauf auf 2500 m, wo der Rosenlouwigletscher betreten wird. Nun über ein Plateau nach Südwesten queren und weiter durch den einen Gletscherbruch hindurch, den Spalten ausweichend. Weiter nach Südwesten und hinauf zum Wellhornsattel. Von diesem wenig an Höhe verlierend in direkter Linie hinauf zum Wettersattel. Dort Skidepot. Nun zu Fuß mit Steigeisen hinauf zum Gipfel des Wetterhorns über das ca 45° steile Colouir (je nach Schneelage kombiniert).
Abstieg zurück zum Skidepot und von dort entweder mit Ski oder mit Steigeisen weiter. Das Mittelhorn wird entweder über den Westgrat (leichte Kletterei) oder durch ein Couloir in der Nordflanke, das bis zum Gipfel zieht, erreicht.
Abfahrt von dort entweder direkt vom Gipfel durch die steile Ostflanke oder dem Nordgrat etwa 100 m absteigen, bevor sich rechts/östlich eine ca. 45° steile steile Rampe zeigt. Diese hinunter (steil!) und dann nach rechts/Süden zur auffälligen Lücke zwischen Rosen- und Mittelhorn queren. Auf die Grindelwaldner Seite abfahren und möglichst nah an der Südflanke des Rosenhorns bleiben. Dann erneut auffellen und die Südflanke des Rosenhorns hinauf. Auf der rechten Seite das markante Couloir empor, gegen Ende steil zu Fuss hinauf zum zum Grat auf etwa 3600 m. Dort Skidepot. Dann dem einfachen Blockgrat entlang zum Gipfel des Rosenhorns folgen.
Abstieg vom Gipfel zum Skidepot und von dort über die westliche Wätterlimi und nahe Südwetsgrat des Ränfenhorns halten, um der Spaltenzone bei etwa 3200 m östlich ausweichen. Nun zum Ränfenjoch und von dort auf der östlichen Seite des Gletschers hinab zur Aufstiegsroute. Dann Abfahrt über die Aufstiegsroute nach Rosenlaui.
ALTERNATIVEN
- Abfahrt Wetterhorn Ostflanke (SS, 45-50°): Vom Gipfel des Wetterhorns kann auch direkt über die steile Ostseite abgefahren werden bei passenden Bedingungen .
- Ränfenhorn (WS): Theoretisch kann bei der Abfahrt auch noch relativ einfach das Ränfenhorn angehängt werden.
- Abfahrt Westseite: Bei der Abfahrt kann auf etwa 2060 m auch auf die Westseite des Tales gequert werden, anstatt über die Aufstiegsroute abzufahren. Dann weitere Abfahrt über die Westseite des Tals, bis man auf etwa 1500 m wieder auf die Aufstiegsroute trifft. Diese Variante hat den grossen Vorteil, dass man Nassschneelawinen umgeht, die nachmittags oberhalb der Aufstiegsroute abgehen können und diese bedrohen. Wir sind auf der Westseite abgefahren und haben tatsächlich bei der Aufstiegsroute sehr grosse Nassschneelawinen gesehen.
- Rosenlauibiwak: Die Tour kann theoretisch auch vom kleinen und vermutlich unbeheizten Rosenlauibiwak aus gestartet werden.